w24:regelwerke:aenderungen:eiw-c_00000314_radsatzwellen_behandeln

Radsatzwellen behandeln

Bei jeder Radsatzuntersuchung oder auch bei Sichtprüfung der RS aber auch im Rahmen der Untersuchung nach AVV müssen nicht nur die Radscheiben, Profil oder Fettaustritt sondern auch die Radsatzwellen mit inspiziert werden und auf folgende Schäden untersucht werden.

  • Beschichtungschäden
  • Mechanische Schäden
  • Schleifspuren
  • Sonstige Schäden wie Steinschläge, Körner Punkte in der Mitte der Welle. ( Das gibt es wirklich, früher wurde die Mitte der RS Welle mit einem Körner Punkt markiert)
  • Risse, Rillen, Mulden

Nicht jede der oben genannten RS Wellen Schaden führt automatisch zum Radsatztausch.

Grundsätzlich gelten folgende Kriterien:

  • Sind an der RS Welle mehr als 30% der Beschichtung beschädigt oder fehlerhaft , muss der Radsatz ausgebaut werden
  • Bei allen mechanischen Schäden die tiefer sind als 1mm muss der RS ausgebaut werden. Ausnahmen: an den Notlaufschänkel oder Korbbogen dürfen keine mechanische Beschädigung vorhanden sein, sollten in diesen Bereichen mechanische Schäden, Rostnäster oder Beschichtungschäden sein,so ist der RS auszubauen.
  • Sind Schleifspuren z.B. durch Bremshebelverbinder oder ähnliches vorhanden und das Grundmaterial angegriffen oder abgeschliffen, ist der Radsatz auszubauen. Ist nur die Beschichtung beeinträchtigt, kann der Radsatz am Wg. verblieben aber die Schleifspuren sind zu beseitigen. In Beiden Fällen muss die Ursache ermittelt und beseitigt werden.
  • Ist ein Körnerpunkt in der Mitte der Welle vorhanden ist der RS auszubauen. Bei Steinschlägen gilt das gleich wie bei Beschichtungschäden und/oder bei mechanischen Schäden.
  • Bei Rissen ist der RS auszubauen. Sind Rillen umlaufend vorhanden ist der Radsatz auszubauen.
  • Bei Mulden die einen sanften Übergang haben und die Beschichtung nicht beschädigt ist kann der RS am Wg. verbleiben. Ist zur erkennen das die Mulde nach RS Aufarbeitung entstanden ist, z.B. bei Verladen, Transportieren oder einbauen, ist der RS auszubauen oder nicht einzubauen.

Beschichtungsschäden lassen sich wie Folgt ausbessern.

  1. Schadstelle lokalisieren
  2. Der Übergang der Beschichtung von loser zum fester Beschichtung ist mittels Winkelschleifer und Fächerscheiben Körnung gleich oder größer 80 so zu beschleifen das ein sanfter Übergang entsteht, ebenso der Rost entfernt ist.
  3. Die Stelle die beschliefen wurde ist zu entfetten ggf. von Verunreinigungen zu reinigen.
  4. Anschließend wird die Stelle mit Wellenausbesserungsfarbe, zu verwenden ist die Farbe Eposit 2001, gestrichen. Die Farbe sollte bei jeden Einsatzfahrzeug zur Standard gehören, und muss auf jeden Auto vorhanden sein. Da wir Mobil Unterwegs sind ist natürlich immer die Außentemperatur zu berücksichtigen. Ist es zu kalt so kann die Stelle nicht ausgebessert werden.

Um die Trocknungszeit etwas zu beschleunigen oder wenn es kalt ist, kann die zu bestrichene Stelle etwas erwärmt werden.

In den unten stehenden Halterunterlagen aber auch der VPI findet ihr Beispielbilder und weitere Informationen zu den o.g. Thema.

Es müssen keine internen Regelwerksänderungen vorgenommen werden, da diese Mitteilung für uns keine Änderungen bestehender Prozesse beinhaltet.

Die folgenden Personen haben dieses Dokument gelesen:

  • pwojciechowski - 2022/05/11 13:44
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  • Zuletzt geändert: 2022/05/13 13:15
  • von pwojciechowski